Dittmar Birkhahn unterstützt den Förderverein beim Festessen für Tafelmitarbeitende im Hopfenkeller

Rostock, Juli 2019:Weit über hundert ehrenamtliche Helfer engagieren sich täglich für tausende Rostocker, die in einem reichen Land am Rande des Existenzminimums leben. Sie holen Lebensmittel von Märkten, sortieren, beliefern Ausgabestellen, verteilen…

Willkommen im Hopfenkeller

Zum zweiten Mal lädt Dittmar Birkhahn gemeinsam mit dem Förderverein der Rostocker Tafeln die Mitarbeitenden in den Hopfenkeller ein. „Einmal im Jahr ist es Zeit, Danke zu sagen.“ freut sich Jana Röper, Vorsitzende des Fördervereins. „Wir freuen uns, das Herr Birkhahn uns erneut unterstützt. Denn ohne die Ehrenamtlichen und die vielen Unterstützer würde es die Rostocker Tafel nicht geben.“

Woche für Woche werden an inzwischen 17 Ausgabestellenund soziale Einrichtungen der Stadt Rostock Lebensmittel angeliefert und an 1100 Menschen pro Wocheverteilt. Täglich fahren die mehrere Kühlfahrzeuge 100 Supermärkteund Drogerien an um Waren abzuholen. Aktuell werden dafür 175 Helferkoordiniert und angeleitet. An den Ausgabestellen werden nicht nur die Räume zur Ausgabe umgestaltet und anschließend alles wieder in Ordnung gebracht, sondern kommen Menschen mit einander ins Gespräch, es wird Streit geschlichtet oder bei Bedarf an professionelle Hilfe vermittelt.

„An den Ausgabestellen treffen sich Menschen, unterhalten sich, lernen andere Menschen aus ihrem Wohnumfeld kennen und erfahren etwas über Angebote in den SBZ. Sie kommen unter Leute, sitzen nicht nur zu Hause – das ist wahre Teilhabe. Das Sommerfest ist immer ein ganz besonderer Tag für die Helfer. Oft selbst auf Unterstützung angewiesen, erfahren sie hier eine ganz besondere Würdigung ihrer Arbeit.“ so Jana Röper. „Die Tafel könnte solch ein Fest nicht finanzieren, da Spenden und finanzielle Zuwendungen so schon kaum ausreichen den Betrieb zu finanzieren.“

Beate Kopka & Jana Röper

Gleichzeitig überwies der Förderverein an die Rostocker Tafel Spenden in Höhe von 7000 €. „Ohne eine finanzielle Unterstützung ist die Realisierung der Tafelarbeit nicht möglich. Doch Fahrzeuge, Lagerräume, Strom und Mieten müssen finanziert sein, damit Lebensmittel statt in den Müll, den Weg zu Bedürftigen dieser Stadt finden, die diese Hilfe dringend benötigen.“ dankt Jana Röper abschließend im Namen des Fördervereins allen Spendern.

Der Einladung in den Hopfenkeller folgten 75 Ehrenamtliche, die an diesem Abend kulinarisch verwöhnt wurden und lange bei einem geselligen Miteinander saßen. „Es tut gut zu wissen, dass in dieser Stadt Menschen, die selbst wenig haben, sich in solch einem Maße engagieren und gleichzeitig Unternehmer ihre Verantwortung für die Gesellschaft wahrnehmen, indem sie diese wichtige Hilfe ermöglichen. – Oder eben, wie Dittmar Birkhahn, die Helfer zum Essen einladen“ dankt Jana Röper für die nicht alltägliche großzügige Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements bei der Rostocker Tafel. 

Information

Das Konzept der Tafeln stammt aus den USA. Aufgrund der schlanken Sozialsysteme gibt es eine große Tradition sozialen Bürgerengagements. 1963 wurde in Phoenix in Arizona die weltweit erste Tafel, die „St. Mary‘s Foodbank“, ins Leben gerufen. 1993 wurde die erste Tafel in Deutschland gegründet. Berliner Frauen ergriffen die Initiative, nachdem sie das Tafel-Prinzip in New York kennen gelernt hatten. Bereits zwei Jahre später wurde der Dachverband mit 35 Tafeln konstituiert. 1998, gab es bereits 100 Tafeln und heute sind es über 934 mit mehr als 2.100 Tafel-Läden und Ausgabestellen. Im Jahr retten die Tafeln durchschnittlich 200.000 Kilogramm genießbarer Lebensmittel vor der Vernichtung und ca. 65.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen täglich etwa 1,5 Million Menschen mit Essen.

Rostocker Gastronom bewirtet Ehrenamtliche der Rostocker Tafel