Stelldichein bei der Rostocker Tafel

OB Claus Ruhe Madsen begrüßt Ehrenamtliche bei der feierlichen Eröfnung der neuen Sammelstelle.

Rostocker Blitz, 6. Oktober 2019

Rostock/rb/pm. Da wunderten und freuten sich die eingeladenen knapp 200 Gäste der Rostocker Tafel, als Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen jedem, der anwesenden ehrenamtlichen Helfer persönlich die Hand gab. Für sie war es Dank und Ansporn zugleich.

Der Umzug in die neue Sammelstelle der Rostocker Tafel war notwendig und kostete Kraft, doch nun ist es geschafft. »Wir haben größere Lagerräume, eigene Parkplätze, eine gute Erreichbarkeit für unsere vielen Helfer und Lebensmittel und liegen dezentral, um niemanden zu stören und zentral genug, um alle Sammelstellen und Ausgabestellen sehr gut erreichen zu können.« freut sich Beate Kopka, Leiterin der Rostocker Tafel.

Die Vorstandsvorsitzende des Fördervereins der Rostocker Tafel, Jana Röper, die das Fest für die vielen Ehrenamtlichen und einige Spender ausstattete, freut sich sehr. »Der Förderverein hat die Entwicklung in Reutershagen beobachten können und sehr schnell Hilfe bei der Suche nach einer anderen Räumlichkeit angeboten.« berichtet Jana Röper. »Uns liegt die Tafel sehr am Herzen, daher war es nur selbstverständlich, dass wir neben der Suche auch beim Umzug unsere Unterstützung angeboten haben.«

Der zweite Umzug war nicht geplant, doch Beate Kopka ist glücklich, dass der Standortwechsel so schnell und unkompliziert über die Bühne gegangen ist und die Tafel nun einen unbefristeten Mietvertrag hat. »Alles wurde in Eigenleistung erbracht, das kostet Kraft. Als Dank dafür ist dieses Fest ein gelungener Abschluss, doch ohne die vielen Spender wäre weder das Fest, noch die dringend nötige Arbeit der Rostocker Tafel gar nicht möglich.« Kopka dankt daher von Herzen insbesondere Jana Röper, die sich fast täglich für den Erhalt der Tafel engagiert und gemeinsam mit weiteren Spendern das Fest finanzierte und den Umzug unterstützten.

Nicht nur in Rostock gibt es eine wachsende Anzahl an Menschen, die arm sind. Die Gründe für die Armut sind vielfältig – eine kleine Rente, Arbeitslosigkeit, Insolvenz aus früherer Selbstständigkeit, Scheidung und weitere. Oftmals bedingt auch das Fehlen an bezahlbarem Wohnraum das Leben am Existenzminimum. Wöchentlich kommen 1.100 Menschen mit wenig Einkommen zur Lebensmittelausgabe der Tafel – eine nicht mehr wegzudenkende Unterstützungsleistung an 16 Ausgabestellen. Die Abholung und Ausgabe der Lebensmittel erfolgen von Montag bis Sonnabend.

Stelldichein bei der Rostocker Tafel