Jährliches BENEFIZKONZERT des Vereins Rostocker Rostocker Sieben e.V.

Rostocker Anzeiger, 21.12.2019

4000 Euro für die Tafel

ROSTOCK. Jährlich wiederkehrend, veranstaltet der Verein Rostocker Sieben e.V. im Barocksaal ein Benefizkonzert zugunsten der Rostocker Tafel. In diesem Jahr lud der Verein am 7. Dezember zum Konzert von Swantje Falkenberg und Band. Das Publikum war begeistert von der bunten Reise durch die Evergreens. Darunter waren bekannte Songs der Beatles, von
Elvis Presleys und Abba, aber auch Ohrwürmer wie „Jugend- liebe“ von Ute Freudenberg oder „Atemlos“ von Helene Fischer. Mit „Last Christmas“ von Wham als Zugabe wurde das Publikum in einen besinnlichen Adventsabend verabschiedet.

Mit ausverkauftem Hause mit mehr als 200 Gästen, darunter viele Ehrenamtler, ist es gelungen, eine Spendensumme von 4000 Euro zu sammeln. Aufgrund der Tatsache, dass die Rostocker Tafel für ihre Tätigkeit Spenden und Sponsoren angewiesen ist, ist dies ein großer Erfolg. In Ihrer Eröffnungsrede betonte Vorstandsvorsitzende Jana Röper, wie wichtig es ist, dass sich jeder angesprochen fühlt, den Bedürftigen unserer Stadt zu helfen, da der Zustrom zur Tafel ungebrochen groß sei und leider weiter zunehme.

Die Rostocker Tafel unterstützt mit ihren Ausgabestellen in Rostock und Umgebung bedürftige Menschen mit Lebensmitteln. Unter dem Motto „Jeder gibt, was er kann“ engagieren sich über 100 ehrenamtliche Helfer, um dort zu unterstützen, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird.

Rostocker Tafel erhält vorweihnachtliches Geschenk

Tafel dankbar über Spende von Berding Beton

Rostock: „Es ist uns wichtig, vom guten Geschäftsjahr etwas ist die Region zurückzugeben.“ Robby Paul, Vertriebsleiter bei Berding Beton freut sich die Tafel zum zweiten Mal mit 4000€ unterstützen zu können. Das Familienunternehmen Berding Beton verzichtet auf Geschenke für Kunden und unterstützt Projekte dort, wo Menschen in Not sind. „Rostock ist einer unserer Hauptstandorte und u.a. Modellkommune für moderne Produkte, wie z.B. abgeflachte Bordsteine an Kreuzungen, die die Stadt inklusiver machen. Daher ist es für uns wichtig, uns für die Menschen dieser Stadt zu engagieren.“ erzählt Robby Paul. Tatsächlich kommen mit den Ideen der Bürgerschaft und des neuen Bürgermeisters, u.a. neue Radwege Investitionen ins Rollen, bei denen die Betonfirma mit ihren innovativen Produkten punkten kann. „Die Rostocker Tafel hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen in Not mit dem scheinbar Selbstverständlichsten zu helfen: Mit Lebensmitteln, Aufmerksamkeit und Solidarität.“ Da ist es für uns ebenso selbstverständlich zu helfen.“ So Paul weiter.

Foto: v.l. Vera Pürckhauer, Robby Paul

Seit mehr als 20 Jahren bemüht sich die Rostocker Tafel um einen Ausgleich. Mit Kühltransportern holen die ehrenamtlichen Helfer gespendete Lebensmittel bei Supermärkten, Bäckern und Herstellern ab und verteilen sie an den 17 Ausgabestellen oder geben sie an soziale Einrichtungen weiter, die sich um bedürftige Menschen kümmern. Weit über 140 Helferinnen und Helfer arbeiten ehrenamtlich an sechs Wochentagen und freuen sich über die Spende. Diesen Dank unterstreicht Vera Pürckhauer, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Rostocker Tafel. „Gerade zu den Weihnachtstagen möchte die Tafel den Menschen, die zu ihnen kommen, etwas Besonderes geben. Da helfen Spenden, wie diese, aber auch die vielen besonderen Lebensmittel, die die Tafel normalerweise nicht gespendet bekommt.“ Sagt Pürckhauer und dankt gleichzeitig allen Spendern und Ehrenamtlichen.

Benefizkonzert ist voller Erfolg

Rostocker Sieben sammeln für Rostocker Tafel

NNN 9.12.2020

ROSTOCK | Jährlich wiederkehrend veranstaltete der Verein Rostocker Sieben e.V. am Sonnabend im Barocksaal ein spektakuläres Benefizkonzert zugunsten der Rostocker Tafel. In diesem Jahr präsentierten sie eine junge Band unter der Leitung von Swantje Falkenberg. Vor ausverkauftem Hause mit über 200 Gästen ist es gelungen, eine Spendensumme von 4000 Euro zu sammeln.

Künstler mit Jana Röper, Organisatorin des Benefizkonzertes (Foto: Rostocker Sieben e.V.)

Tafeln stoßen an ihre Grenzen

Die Einrichtungen haben großen Zulauf / Rund 20 000 Men- schen in Mecklenburg-Vorpommern holen dort Lebensmittel ab

NNN MONTAG 9. DEZEMBER 2019 von Jakob Gericke

ROSTOCK Mecklenburg-Vorpommerns Tafeln für Bedürftige sind an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Die bestehende Infrastruktur sei ausgelastet, die Lager seien zu klein, sagte der Vorsitzende der „Tafel Deutschland“, Jochen Brühl. „Es könnten mehr Lebensmittel gerettet werden, wenn unser Logistik-Zentrum in Neubrandenburg mehr Kapazitäten hätte. Zurzeit werden hier jährlich über 1200 Paletten Lebensmittel direkt von den Herstellern und Erzeugern gerettet und an die Tafeln im Land weiterverteilt.“ In den vergangenen zwei Jahren hätten die Tafeln in MV bis zu 40 Prozent mehr Lebensmittelspenden erhalten. Die Waren-überschüsse seien riesig.

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MITARBEITERIN LJUMNIJE REICHARDT SORTIERT IN DER LAGERHALLE DER ROSTOCKER TAFEL LEBENSMITTEL. DPA/DANNY GOHLKE

Allein die Tafel in Rostock hat mit ihren 16 Ausgabestellen nach eigenen Angaben einen täglichen Umsatz von bis zu acht Tonnen Lebensmitteln, davon werden bis zu drei Tonnen aussortiert und zum Beispiel an Bauern zur Fütterung ihrer Tiere weitergeleitet. Dennoch meint Leiterin Beate Kopka, dass die Supermärkte noch zu viele Lebensmittel wegwerfen. Die Tafel erhalte nur einen Bruchteil der überschüssigen Lebensmittel, Engpässe gebe es ständig bei Fleisch, Wurst und Molkereiprodukten. Durchschnittlich würden rund 2500 Menschen durch die Tafel in der Hansestadt unterstützt. Kopka schätzt, dass es doppelt so viele sein könnten, wenn mehr Geld zur Verfügung stünde.

Insgesamt holen rund 20 000 Menschen in MV Lebensmittel bei den Tafeln ab. Dabei spricht Brühl eher von einer Unterstützung statt Versorgung. „Tafeln sind keine Vollversorger, bei denen Menschen normal einkaufen können. Wir verstehen uns als ein ergänzendes Angebot und können nur das verteilen, was übrig bleibt.“ Die größte Herausforderung sei es, Ehrenamtliche zu finden. Denn Lebensmittelrettung sei ein schnelles Geschäft, sagt Brühl. „Fahrer für die Tafeln müssen sehr verlässlich sein und sind oft mehrere Stunden am Stück ab den frühen Morgenstunden unterwegs, um Lebensmittel einzusammeln.“ Das Problem werde künftig noch zunehmen, warnt Brühl. Eine wichtige Unterstützung für die Tafeln im Land seien deshalb Bundesfreiwillige, sogenannte Bufdis.

In Mecklenburg-Vorpommern werden die Tafeln nicht durch öffentliche Gelder des Landes unterstützt. Eine Förderung für die Infrastruktur sei auch nicht vorgesehen, sagt der Sprecher des Sozialministeriums, Alexander Kujat. „Die Anschaffung von Kühlfahrzeugen sind klassische Aufgaben von Sponsoring oder Sondertöpfen. Die Bereitstellung von Lagerkapazitäten liegt im Aufgabenbereich der Kommunen im Rahmen der kommunalen Sozialplanung.“ Das Land fördere jedoch soziale Organisationen, die teils Träger von Tafeln seien. So kämen Landeszuschüsse für ehrenamtliche Mitarbeit auch den Tafeln zugute.

Eine deutliche Verbesserung wird nach Angaben Kujats das Programm des Bundesarbeitsministeriums zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit bringen. „Soziale Hilfsprojekte wie Tafeln sind fast vollständig abhängig von solchen arbeitsmarktlichen Förderungen der Personalkosten und können schon lange nicht mehr nur aus ehrenamtlichem Engagement heraus umgesetzt werden.“ Beim neuen Bundesprogramm gehe es um öffentlich geförderte Beschäftigung bei Unternehmen, aber auch bei sozialen Einrichtungen und Kommunen. Damit könnten Kommunen gesellschaftliche Aufgaben umsetzen und die Geförderten bekämen eine echte Teilhabechance. dpa

Stelldichein bei der Rostocker Tafel

OB Claus Ruhe Madsen begrüßt Ehrenamtliche bei der feierlichen Eröfnung der neuen Sammelstelle.

Rostocker Blitz, 6. Oktober 2019

Rostock/rb/pm. Da wunderten und freuten sich die eingeladenen knapp 200 Gäste der Rostocker Tafel, als Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen jedem, der anwesenden ehrenamtlichen Helfer persönlich die Hand gab. Für sie war es Dank und Ansporn zugleich.

Der Umzug in die neue Sammelstelle der Rostocker Tafel war notwendig und kostete Kraft, doch nun ist es geschafft. »Wir haben größere Lagerräume, eigene Parkplätze, eine gute Erreichbarkeit für unsere vielen Helfer und Lebensmittel und liegen dezentral, um niemanden zu stören und zentral genug, um alle Sammelstellen und Ausgabestellen sehr gut erreichen zu können.« freut sich Beate Kopka, Leiterin der Rostocker Tafel.

Die Vorstandsvorsitzende des Fördervereins der Rostocker Tafel, Jana Röper, die das Fest für die vielen Ehrenamtlichen und einige Spender ausstattete, freut sich sehr. »Der Förderverein hat die Entwicklung in Reutershagen beobachten können und sehr schnell Hilfe bei der Suche nach einer anderen Räumlichkeit angeboten.« berichtet Jana Röper. »Uns liegt die Tafel sehr am Herzen, daher war es nur selbstverständlich, dass wir neben der Suche auch beim Umzug unsere Unterstützung angeboten haben.«

Der zweite Umzug war nicht geplant, doch Beate Kopka ist glücklich, dass der Standortwechsel so schnell und unkompliziert über die Bühne gegangen ist und die Tafel nun einen unbefristeten Mietvertrag hat. »Alles wurde in Eigenleistung erbracht, das kostet Kraft. Als Dank dafür ist dieses Fest ein gelungener Abschluss, doch ohne die vielen Spender wäre weder das Fest, noch die dringend nötige Arbeit der Rostocker Tafel gar nicht möglich.« Kopka dankt daher von Herzen insbesondere Jana Röper, die sich fast täglich für den Erhalt der Tafel engagiert und gemeinsam mit weiteren Spendern das Fest finanzierte und den Umzug unterstützten.

Nicht nur in Rostock gibt es eine wachsende Anzahl an Menschen, die arm sind. Die Gründe für die Armut sind vielfältig – eine kleine Rente, Arbeitslosigkeit, Insolvenz aus früherer Selbstständigkeit, Scheidung und weitere. Oftmals bedingt auch das Fehlen an bezahlbarem Wohnraum das Leben am Existenzminimum. Wöchentlich kommen 1.100 Menschen mit wenig Einkommen zur Lebensmittelausgabe der Tafel – eine nicht mehr wegzudenkende Unterstützungsleistung an 16 Ausgabestellen. Die Abholung und Ausgabe der Lebensmittel erfolgen von Montag bis Sonnabend.

Umzug in nur drei Wochen: Tafel hat eine neue Zentrale

Von Gerald Kleine Wördeman, Ostseezeitung 4.01.2019

Lebensmittel werden in Schutow sortiert / Vermieter ist der Oberbürgermeister

Schutow | Es ist geschafft: Nach nur drei Wochen Umbauzeit ist die Rostocker Tafel in ihre neue Zentrale in Schutow umgezogen. Am Mittwoch feierten Helfer, Mitarbeiter und Freunde an der neuen Adresse, dass alles reibungslos geklappt hat. „Ich hoffe, dass das der letzte Umzug war. Noch mal möchte ich das nicht machen“, sagte Betriebsleiterin Beate Kopka.

Es war der zweite Ortswechsel innerhalb von anderthalb Jahren. Am alten Standort in der Walter-Stöcker-Straße in Reutershagen fehlte es vor allem an Platz. Die Räume waren zu klein. Mangels Stellflächen mussten die Laster abends im Fischereihafen parken und es gab Probleme mit den Nachbarn. „Einigen Bürgern waren wir wohl ein Dorn im Auge“, erzählt Beate Kopka, sichtlich erleichtert, dass das nun vorbei ist.

Neuer Vermieter ist laut Fördervereinsvorsitzender Jana Röper Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos). „Claus hat uns schon immer sehr unterstützt“, sagt sie. Die Miete ist günstig. Ohne die schnelle Hilfe wäre es schwierig geworden, etwas zu finden. „Die Mieten sind überall hoch, das können wir uns nicht leisten“, erklärt Betriebsleiterin Kopka. 2500 Quadratmeter Fläche haben die Essensverteiler nun für ihre Arbeit zur Verfügung, in dem Gewerbegebäude lagerte vorher der benachbarte Bike Market seine Fahrräder. Nun stehen hier deckenhohe Regale, Sortiertische, endlose Stapel gefalteter Lebensmittelkisten und die beiden Kühlräume, einer davon so groß wie eine Garage.

Die Laster können nun auf dem großen Hof parken, das nervenaufreibende Hin- und Hergefahre zwischen verschiedenen Standorten ist nun vorbei. Später soll auch die Kistenwaschanlage einziehen. Die steht noch im Fischereihafen. Die Tafel hat sich bei Lidl um eine Förderung für eine neue Anlage beworben. Wenn alles klappt, werden die Kisten nach Gebrauch demnächst in Schutow gewaschen – in Sichtweite von Ikea, Netto und Möbel Wikinger. 175 ehrenamtliche Helfer arbeiten bei der Tafel, sechs davon bekommen für ihre Tätigkeit Geld, unter anderem durch Beschäftigungsprogramme vom Jobcenter.

Trotz sinkender Arbeitslosigkeit stieg die Zahl der Kunden, wie die Lebensmittelabholer genannt werden, mit derzeit 1200 in jüngerer Zeit leicht. Grund sind neue Ausgabestellen, eine davon ist in der Südstadt. 16 Ausgabestellen gibt es insgesamt, verteilt über das Stadtgebiet. Insgesamt profitieren rund 5000 Menschen von einem volleren Kühlschrank dank der Tafel-Lebensmittel. Viele Kunden haben Familie. Voraussetzung dafür, sich an einer Ausgabestelle in die Schlange stellen zu dürfen, ist der Warnowpass. Fünf bis acht Tonnen Lebensmittel holt die Tafel täglich von Ros- tocker Geschäften und Firmen ab. In Schutow werden die Waren sortiert und zu den Ausgabestellen transportiert.

Eine der vielen Helferinnen und Helfer, die sich in den vergangenen drei Wochen bei der Renovierung des neuen Stützpunkts ins Zeug legten, ist Filomena Schulz. Die 40-Jährige ist nach einem schweren Verkehrsunfall erwerbsunfähig. Jetzt arbeitet sie ehrenamtlich bei der Tafel mit, unter anderem übernimmt sie Hausmeistertätigkeiten. „Alle haben gut zu tun gehabt, da hat keiner getrödelt“, sagt sie über die Umbauzeit. Die neuen Räumen gefallen ihr sehr gut – endlich gibt es mehr Platz. Ein weiteres Problem am alten Standort waren fehlende Parkplätze für die Mitarbeiter. Das ist am neuen Domizil ebenfalls Geschichte.

Zur Feier am neuen Stützpunkt hatten Rostocker Betriebe mit Essen und Getränken mitgeholfen. Rosto-cker Wurst brachte einen Grillwagen mit, zwei Mitarbeiterinnen servierten Bratwurst im Brötchen. Im Festzelt bauten Bedienstete vom Hotel Warnemünder Hof ein großes Buffet auf – was die Tafel-Helfer nach den ganzen Strapazen der vergangenen Wochen dankbar annahmen.

Rostocker Gastronom bewirtet Ehrenamtliche der Rostocker Tafel

Dittmar Birkhahn unterstützt den Förderverein beim Festessen für Tafelmitarbeitende im Hopfenkeller

Rostock, Juli 2019:Weit über hundert ehrenamtliche Helfer engagieren sich täglich für tausende Rostocker, die in einem reichen Land am Rande des Existenzminimums leben. Sie holen Lebensmittel von Märkten, sortieren, beliefern Ausgabestellen, verteilen…

Willkommen im Hopfenkeller

Zum zweiten Mal lädt Dittmar Birkhahn gemeinsam mit dem Förderverein der Rostocker Tafeln die Mitarbeitenden in den Hopfenkeller ein. „Einmal im Jahr ist es Zeit, Danke zu sagen.“ freut sich Jana Röper, Vorsitzende des Fördervereins. „Wir freuen uns, das Herr Birkhahn uns erneut unterstützt. Denn ohne die Ehrenamtlichen und die vielen Unterstützer würde es die Rostocker Tafel nicht geben.“

Woche für Woche werden an inzwischen 17 Ausgabestellenund soziale Einrichtungen der Stadt Rostock Lebensmittel angeliefert und an 1100 Menschen pro Wocheverteilt. Täglich fahren die mehrere Kühlfahrzeuge 100 Supermärkteund Drogerien an um Waren abzuholen. Aktuell werden dafür 175 Helferkoordiniert und angeleitet. An den Ausgabestellen werden nicht nur die Räume zur Ausgabe umgestaltet und anschließend alles wieder in Ordnung gebracht, sondern kommen Menschen mit einander ins Gespräch, es wird Streit geschlichtet oder bei Bedarf an professionelle Hilfe vermittelt.

„An den Ausgabestellen treffen sich Menschen, unterhalten sich, lernen andere Menschen aus ihrem Wohnumfeld kennen und erfahren etwas über Angebote in den SBZ. Sie kommen unter Leute, sitzen nicht nur zu Hause – das ist wahre Teilhabe. Das Sommerfest ist immer ein ganz besonderer Tag für die Helfer. Oft selbst auf Unterstützung angewiesen, erfahren sie hier eine ganz besondere Würdigung ihrer Arbeit.“ so Jana Röper. „Die Tafel könnte solch ein Fest nicht finanzieren, da Spenden und finanzielle Zuwendungen so schon kaum ausreichen den Betrieb zu finanzieren.“

Beate Kopka & Jana Röper

Gleichzeitig überwies der Förderverein an die Rostocker Tafel Spenden in Höhe von 7000 €. „Ohne eine finanzielle Unterstützung ist die Realisierung der Tafelarbeit nicht möglich. Doch Fahrzeuge, Lagerräume, Strom und Mieten müssen finanziert sein, damit Lebensmittel statt in den Müll, den Weg zu Bedürftigen dieser Stadt finden, die diese Hilfe dringend benötigen.“ dankt Jana Röper abschließend im Namen des Fördervereins allen Spendern.

Der Einladung in den Hopfenkeller folgten 75 Ehrenamtliche, die an diesem Abend kulinarisch verwöhnt wurden und lange bei einem geselligen Miteinander saßen. „Es tut gut zu wissen, dass in dieser Stadt Menschen, die selbst wenig haben, sich in solch einem Maße engagieren und gleichzeitig Unternehmer ihre Verantwortung für die Gesellschaft wahrnehmen, indem sie diese wichtige Hilfe ermöglichen. – Oder eben, wie Dittmar Birkhahn, die Helfer zum Essen einladen“ dankt Jana Röper für die nicht alltägliche großzügige Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements bei der Rostocker Tafel. 

Information

Das Konzept der Tafeln stammt aus den USA. Aufgrund der schlanken Sozialsysteme gibt es eine große Tradition sozialen Bürgerengagements. 1963 wurde in Phoenix in Arizona die weltweit erste Tafel, die „St. Mary‘s Foodbank“, ins Leben gerufen. 1993 wurde die erste Tafel in Deutschland gegründet. Berliner Frauen ergriffen die Initiative, nachdem sie das Tafel-Prinzip in New York kennen gelernt hatten. Bereits zwei Jahre später wurde der Dachverband mit 35 Tafeln konstituiert. 1998, gab es bereits 100 Tafeln und heute sind es über 934 mit mehr als 2.100 Tafel-Läden und Ausgabestellen. Im Jahr retten die Tafeln durchschnittlich 200.000 Kilogramm genießbarer Lebensmittel vor der Vernichtung und ca. 65.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen täglich etwa 1,5 Million Menschen mit Essen.

Tafel erhält Kühlfahrzeug

Gemeinnütziger Verein unterstützt etwa 1300 Menschen mit bis zu fünf Tonnen Lebensmitteln täglich

Stefan Menzel NNN Rostock, 28.05.2019

„Schöner wäre es, wenn wir die Fahrzeuge nicht bräuchten“, sagt der Verkaufsleiter für Transporter vom Autohaus Sternauto, Jens Wichmann, gestern bei der Übergabe des neuen Kühlfahrzeuges an die Rostocker Tafel. Doch leider werde die Organisation in der aktuellen Gesellschaft benötigt. „Der schmale Trost ist, dass wir mithelfen können“, sagt Wichmann.

Möglich wurde die Neuanschaffung durch eine 10 000-Euro-Spende der Rostocker Lidl-Supermärkte. Deren Kunden hätten laut Fred Kretschmann, Beauftragter für Soziales beim Lebensmittelkonzern, bei der Abgabe ihres Flaschenpfands auf einen speziellen Spendenknopf gedrückt und damit die Geldspende ermöglicht. Das Projekt gebe es bereits seit 2018. „Unsere 91 Märkte in MV geben täglich Lebensmittel an die Tafel ab. Das ist die wichtigste Hilfe“, sagt Kretschmann. Und die ist für die etwa 1300 Bedürftigen in Rostock dringend nötig: „Wir brauchen immer mehr Unterstützung“, sagt Beate Kopka, Leiterin der Rostocker Tafel.

Bis zu acht Tonnen Lebensmittel sammelt der gemeinnützige Verein mit fünf Fahrzeugen täglich bei etwa 100 Supermärkten ein. „Es wäre schön, wenn es die Tafel nicht geben müsste“, sagt Kopka. Jedoch sei die Nachfrage gleichbleibend hoch. Kopka ist auch froh, dass dank der Abholung weniger Lebensmittel weggeschmissen werden und diese einen guten Zweck erfüllen.

IM TEAM UNTERSTÜTZEN JENS WICHMANN (L.) UND FRED KRETSCHMANN (R.) DIE ROSTOCKER TAFEL UND DEREN LEITERIN BEATE KOPKA. (Foto MENZ/ NNN)

Von manchem gestressten Supermarkt-Mitarbeiter erhofft sie sich et- was mehr Wertschätzung bei der Abholung: „Wir holen zwar die Reste, gehören aber nicht zum Rest der Gesellschaft.“ Außerdem würden dank der Abholung durch die Helfer der Tafel auch die Entsorgungs- kosten der Einkaufsläden reduziert. Von den eingesammelten bis zu acht Tonnen sortieren etwa 20 Mitarbeiter täglich bis zu drei Tonnen Lebensmittel aus, weil sie Menschen nicht mehr angeboten werden könnten. Den dadurch anfallenden Bioabfall holt ein Bauer zur Verfüt- terung ab.

Bedürftige können sich nach einer Registrierung und dem Erhalt einer Nummer bei einer von 18 Ausgabestellen in Rostock Lebensmittel ab- holen. „Die Nummern rotieren, damit auch jeder mal eine etwas grö- ßere Auswahl hat“, sagt Kopka. Ohne die 175 ehrenamtlichen Helfer wäre eine Lebensmittelausgabe jedoch nicht möglich, betont sie.


Ein Dank für das ehrenamtliche Engagement an der Rostocker Tafel

Förderverein unterstützt Festessen für Tafelmitarbeitende und Umzug in neue zentrale Sammelstelle

Hopfenkeller lädt Ehrenamtliche zum Essen ein

Rostock, Juli 2018: Sie setzen sich für bedürftige Menschen am Rande der Gesellschaft ein. Lebensmittel von Märkten abholen, sortieren, Ausgabestellen beliefern, verteilen… Aufgaben, durch die weit über hundert Ehrenamtliche wöchentlich weit über tausend Rostockern in materieller Not geholfen wird.

Doch einmal im Jahr ist es Zeit Danke zu sagen. Das diesjährige Sommerfest für die Ehrenamtlichen am 20. Juli 2018 im Hopfenkeller wird vollständig von Dittmar Birkhahn gespendet. Organisiert und möglich gemacht wurde dies in Gesprächen zwischen dem Inhaber der Hotellerie und Gastronomie am Rostocker Hopfenmarkt und der Vorstandsvorsitzenden des Fördervereins Rostocker Tafel e.V. Jana Röper.

„Die Tafelarbeit basiert auf praktiziertem Bürgersinn und die Ehrenamtlichen leisten höchst wirksame Hilfe. Jeder Einzelne kann dazu einen Beitrag leisten, Not lindern und Menschen in Notlagen zum Mittelpunkt des Helfens zu machen.“ begründet Röper ihr Engagement. „Dass die Menschen in unserer Stadt über ihren eigenen Tellerrand hinaussehen und eben nicht nur am eigenen Fortkommen interessiert sind, belegt auch die großzügige Unterstützung durch Dittmar Birkhahn“ ist die Vorsitzende des Fördervereins zudem äußerst dankbar für die nicht alltägliche großzügige Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements bei der Rostocker Tafel. „Für die Ehrenamtlichen ist das ein Dankeschön nach den Umzugsstrapazen der Zentralen Sortierung und für die fleißige Arbeit jedes einzelnen Helfers.“

Förderverein unterstützt Umzug Rostocker Tafel mit 8000€

Zum 11. Juli 2018 bezieht die Rostocker Tafel Ihr neues Domizil in der Walter-Stoecker-Str. 2, 18069 Rostock. Die Sammelstelle im Fischereihafen musste aufgrund von Sanierungsplänen und notwendiger umfangreicher Baumaßnahmen aufgegeben werden. „Eine neue Zentrale zu finden, war nicht ganz einfach!“ weiß Beate Kopka, Leiterin der Rostocker Tafel zu berichten, „umso dankbarer sind wir für die Unterstützung durch den Fischereihafen und den Förderverein der Tafel.“

Jana Röper, Vorsitzende des Fördervereins ist glücklich, die notwendigen Umbaumaßnahmen mit gesammelten Spenden in Höhe von 8000€ unterstützen zu können, sondern freut sich auch über die Zusagen von Rostocker Unternehmen, wie der MRS Immobilien GmbH und der Firma Küchenmontagen Martina Sommer, die kostenfrei mit dem Abbau und Wiederaufbau sowie Transport sämtlicher Möbel und Geräte helfen und der City Car Rostock, die unentgeltlich einen Lkw stellen.

Röper würdigt das Engagement in die caritative Daseinsvorsorge und Sicherung des sozialen Friedens als langfristig angelegte Investition. „Durch diese Hilfen sichert die Rostocker Tafel nicht nur eine stabile Versorgung bedürftiger Menschen, sondern wirkt auch gezielt der Verschwendung von Lebensmitteln entgegen.“

Die Verbraucherzentralen sprechen allein in Deutschland von bis zu 11 Millionen Tonnen genießbarer Lebensmittel, die pro Jahr vernichtet werden. „Gerade deshalb ist es Ehrenamtlichen und Förderern in dieser Stadt nicht hoch genug anzurechnen, dass diese Lebensmittel statt den Weg in den Müll, den Weg zu den Menschen dieser Stadt finden, die diese Hilfe dringend benötigen.“ Dankt Beate Kopka dem Förderverein und allen jahrelangen Unterstützern der Rostocker Tafel.

Information

Das Konzept der Tafeln stammt aus den USA. Aufgrund der schlanken Sozialsysteme gibt es eine große Tradition sozialen Bürgerengagements. 1963 wurde in Phoenix in Arizona die weltweit erste Tafel, die „St. Mary‘s Foodbank“, ins Leben gerufen. 1993 wurde die erste Tafel in Deutschland gegründet. Berliner Frauen ergriffen die Initiative, nachdem sie das Tafel-Prinzip in New York kennen gelernt hatten. Bereits zwei Jahre später wurde der Dachverband mit 35 Tafeln konstituiert. 1998, gab es bereits 100 Tafeln und heute sind es über 934 mit mehr als 2.100 Tafel-Läden und Ausgabestellen. Im Jahr retten die Tafeln durchschnittlich 200.000 Kilogramm genießbarer Lebensmittel vor der Vernichtung und ca. 65.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen täglich etwa 1,5 Million Menschen mit Essen.

Sommerfest für Ehrenamtliche der Rostocker Tafel

20. Juli 2018, 17:00 Uhr, Hopfenkeller am Rostocker Hopfenmarkt
Die Vertreter der Presse sind herzlich eingeladen!

Kontakt: Rostocker Tafel

Beate Kopka, Leitung
Neue zentrale Sammelstelle:
Walter-Stoecker-Str. 2 | 18069 Rostock
Tel. 0381 80898180 | Fax. 0381 80898189
E-Mail: info@rostocker-tafel.de

Kontakt: Förderverein Rostocker Tafel

Jana Röper (Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Rostocker Tafel e.V.)
Freiligrathstr. 11, 18055 Rostock
Tel. 0381 4538854 | Fax. 03 81 4538855
E-Mail: jana.roeper@steuerberatung-roeper.de

Spendenkonto Rostocker Tafel

OstseeSparkasse Rostock
IBAN: DE20 1305 0000 0201 0835 15
BIC: NOLADE21ROS


Tafel spendet Schulranzen

STADTMITTE Frohe Kinderaugen, glückliche Eltern: 30 Kinder haben ihren neuen Schulranzen von Beate Kopka von der Rostocker Tafel erhalten. Bedürftige Familien haben häufig zu wenig Geld, um die notwendige Erstausstattung für ihren Nachwuchs zu bezahlen. Die Mittel aus Sozialleistungen oder dem Bildungs- und Teilhabepaket decken nach einer neuen Studie der Evangelischen Kirche Deutschlands bei Weitem nicht die tatsächlichen Kosten des Schulbedarfs.

Die Rostocker Tafel hilft, diese Lücke zu schließen, denn gerade für Kinder aus Familien mit geringem Einkommen ist Bildung der zentrale Weg aus der Armut. „Wir freuen uns, den Kindern, deren Eltern Nutzer der Tafel sind, hochwertige gefüllte Schulranzen übergeben zu können, damit nicht schon am ersten Schultag soziale Unterschiede durch die Art der Ausstattung deutlich werden“, erklärt Beate Kopka.

Machten die Ranzen-Aktion möglich v. l.: Johannes Hülsmann (Store Manager Galeria Kaufhof Rostock), Jana Röper (Förderverein Rostocker Tafel) und Hartmut Domröse (Verein Rostocker Sieben)

Unterstützt vom Rostocker Charity Club wurden 3000 Euro gesammelt, um die Schulranzen kaufen zu können. Dr. Hartmut Domröse vom Rostocker Charity Club und Jana Röper vom Förderverein der Rostocker Tafel waren ebenso glücklich wie die künftigen Erstklässler. Beide engagieren sich auch beim Verein Rostocker Sieben mit Benefizveranstaltungen für die Rostocker Tafel engagieren, Daher versprachen sie, mit ihren Bemühungen für die Rostocker Tafel nicht nachzulassen.

Kaffee und Kuchen spendete die CoffeBox aus dem Galeria Kaufhof, der mit die Veranstaltung ebenfalls unterstützte.

Vera Pürckhauer, die Geschäftsführerin der Rosto- cker Tafel, ist dankbar für das Engagement der Spender: „Bildung ist ein wichtiges Gut und sollte nicht abhängig sein vom finanziellen Hintergrund einer Familie.“

NNN, 29.06.2018