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Die Rostocker Tafel ist auf der Suche nach neuen Räumen fündig geworden.

Essen, wo es hingehört...

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Die Rostocker Tafel ist auf der Suche nach neuen Räumen fündig geworden.

Mitarbeitende der Rostocker Tafel freuen sich über die neue Sammelstelle und die guten Arbeitsbedingungen.

Feierliche Eröffnung der neuen Sammelstelle der Rostocker Tafel

Schutow/ Rostock: Nach der Notwendigkeit eines schnellen Auszuges aus dem langjährigen Domizil im Fischereihafen im letzten Jahr, war man glücklich, schnell in Reutershagen fündig geworden zu sein. Die Unterkunft lag zentral und war leicht zu erreichen. Doch die zentrale Lage im Wohngebiet brachte mehr Probleme mit sich, als sie in der Form vorhersehbar waren. Es gab bauliche Hindernisse, keinen festen Parkplatz und nicht zuletzt Proteste von Anwohnern. So wurde beschlossen, ein weiteres Mal auf die Suche zu gehen, nicht zuletzt, um die engagierten Ehrenamtlichen nicht zu verlieren.

Nach intensiver Suche und unter Berücksichtigung der Erfahrungen, die gemacht wurden, konnte nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt in Schutow An den Griebensöllen 5dieser neue Standort gefunden werden. „Wir haben größere Lagerräume, eigene Parkplätze, eine gute Erreichbarkeit für unsere vielen Helfer und Lebensmittel und liegen dezentral, um niemanden zu stören und zentral genug, um alle Sammelstellen und Ausgabestellen sehr gut erreichen zu können.“ freut sich Beate Kopka, Leiterin der Rostocker Tafel.

„Der Förderverein hat die Entwicklung in Reutershagen beobachten können und sehr schnell Hilfe bei der Suche nach einer anderen Räumlichkeit angeboten.“ Berichtet Jana Röper, Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Rostocker Tafel. „Uns liegt die Tafel sehr am Herzen, daher war es nur selbstverständlich, dass wir neben der Suche auch beim Umzug unsere Unterstützung angeboten haben.“

Der komplette Umbau und der Umzug wurden in Eigenleistung erbracht. „Dankbar sind wir, dass alle Einbauten, die wir bisher aus Spenden erworben haben, am neuen Standort problemlos ihren Platz fanden.“ Und auch wenn dieser zweite Umzug nicht geplant war, ist Beate Kopka glücklich, dass der Standortwechsel so schnell und unkompliziert über die Bühne gegangen ist und die Tafel nun einen unbefristeten Mietvertrag hat.

Das Fest ist insbesondere ein Dankeschön an die vielen Ehrenamtlichen, ohne die es die Tafelarbeit in Rostock gar nicht geben würde, aber auch an die Unterstützer, die in der letzten Zeit halfen, im neuen Domizil anzukommen und die Arbeit in gewohnter Weise fortzusetzen. Darunter MRS Immobilien GmbH, Mercedes Benz, FSN Fördertechnik GmbH, Die Rostocker – Wurst- und Schinkenspezialitäten GmbH, Bauhaus Baumarkt.

Finanziert wird das Fest durch die Steuerberaterin Jana Röper, die auch Vorsitzende des Fördervereins ist und als weitere Spender das Hotel Warnemünder Hof und die Glashäger Brunnen GmbH gewinnen konnte.

Nicht nur in Rostock gibt es eine wachsende Anzahl an Menschen, die arm sind. Die Gründe für die Armut sind vielfältig – eine kleine Rente, Arbeitslosigkeit, Insolvenz aus früherer Selbstständigkeit, Scheidung und weitere. Oftmals bedingt auch das Fehlen an bezahlbarem Wohnraum das Leben am Existenzminimum. Wöchentlich kommen 1.100 Menschen mit wenig Einkommen zur Lebensmittelausgabe der Tafel – eine nicht mehr wegzudenkende Unterstützungsleistung an 16 Ausgabestellen. Die Abholung und Ausgabe der Lebensmittel erfolgen von Montag bis Samstag.

„Ohne großzügige Spender und die Förderung durch die Stadt ist die Arbeit der Tafel und der weit über 200 ehrenamtlichen Helfer nicht denkbar.“ Ist Beate Kopka froh über die Unterstützung des Fördervereins. „Wir haben in der Vergangenheit immer wieder von Firmen, Privatpersonen, der Hansestadt und nicht zuletzt dem Förderverein Unterstützung für unsere Arbeit erhalten. Es ist eine erhebliche Erleichterung für uns und dafür sind wir sehr dankbar.“

Informationen:

Das Konzept der Tafeln stammt aus den USA. Aufgrund der schlanken Sozialsysteme gibt es eine große Tradition sozialen Bürgerengagements. 1963 wurde in Phoenix in Arizona die weltweit erste Tafel, die „St. Mary‘s Foodbank“, ins Leben gerufen. 1993 wurde die erste Tafel in Deutschland gegründet. Berliner Frauen ergriffen die Initiative, nachdem sie das Tafel-Prinzip in New York kennen gelernt hatten. Bereits zwei Jahre später wurde der Dachverband mit 35 Tafeln konstituiert. 1998, gab es bereits 100 Tafeln und heute sind es über 934 mit mehr als 2.100 Tafel-Läden und Ausgabestellen. Im Jahr retten die Tafeln durchschnittlich 200.000 Kilogramm genießbarer Lebensmittel vor der Vernichtung und ca. 65.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen täglich etwa 1,5 Million Menschen mit Essen.

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Mitarbeitende der Rostocker Tafel freuen sich über die neue Sammelstelle und die guten Arbeitsbedingungen. (RG ℅ RSM)